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Mo
20
Apr
2020

Weitere Nachweise im Wolfsgebiet Schermbeck


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck.

Am 01. und 02. März 2020 wurden in einem Damwildgehege in Bottrop insgesamt drei weibliche Damhirsche getötet. Die genetischen Untersuchungen der Speichelproben durch das Forschungsinstitut Senckenberg haben nachgewiesen, dass die Tiere vom Wolf getötet wurden. Der Tierhalter wurde informiert. Die Untersuchung der genetischen Proben ist noch nicht abgeschlossen.

In Hünxe wurde am 22. März 2020 um 8:00 Uhr ein einzelner Wolf von einer Wildkamera fotografiert und am 25. März 2020 gegen 7:00 Uhr gelang einer Autofahrerin ein Foto eines Wolfes. Die Beobachtungsorte wurden überprüft. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) (https://www.dbb-wolf.de/) hat bestätigt, dass es sich um Wölfe handelt.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/