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Fr
24
Jan
2020

Weitere Nachweise der Wölfin GW954f im Wolfsgebiet Schermbeck


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt zwei Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck. Die genetischen Untersuchungen von Speichelproben zeigen, dass die im Wolfsgebiet Schermbeck ortstreue Wölfin GW954f am 23. November 2019 in der Gemeinde Dorsten ein Schaf getötet und ein weiteres verletzt hatte. Am 09. Dezember 2019 tötete sie in Oberhausen eine Ziege und verletzte 15 Schafe, davon vier so schwer, dass sie euthanasiert werden mussten.

Bei Wolfsangriffen auf Nutztieren werden oft deutlich mehr Beutetiere verletzt oder getötet, als der Wolf fressen kann. Bei angegriffenen Wildtieren geschieht dies nur sehr selten, weil die anderen Gruppenmitglieder in der Regel die Flucht ergreifen. Nutztiere sind aber durch Zäune an einer Flucht vor dem angreifenden Wolf gehindert. Das Angriffsverhalten wird dann immer wieder neu ausgelöst, was zu höheren Opferzahlen führen kann.

In Nordrhein-Westfalen werden auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierrisse entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.